Stadtführung

der Klassiker – die allgemeine Altstadtführung

Für einen ersten Eindruck und ein Kennenlernen der Stadt bietet sich die allgemeine Altstadtführung an.

Eisenach wurde in der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts als „isenacha“ von den Landgrafen, den Ludowingern, gegründet. Unter ihrer Herrschaft entwickelte sich das Anwesen zur Hauptstadt der Landgrafschaft und wurde neben Paris und Wien zu einem der drei kulturellen Zentren Europas!

Die heilige Elisabeth verbrachte die meiste Zeit ihres kurzen aber sehr bedeutenden Lebens auf der Wartburg. Sie wird bis heute von beiden christlichen Konfessionen als Vorbild der christlichen Nächstenliebe verehrt.

Dreihundert Jahre später bezog ein anderer von Kaiser und Kirche Geächteter die Burg: Martin Luther. Er übersetzte in nur 10 Wochen das Neue Testament ins Deutsche. Eisenach kannte er schon aus seiner Schulzeit, wo er sich als „Partekenhengst“ sein Brot verdienen musste.

Bach-Denkmal

Knapp 200 Jahre später kam in Eisenach ein Knabe zur Welt, der später einmal die Bibel „vertonen“ sollte: Johann Sebastian Bach. Nicht Bach solle der große Barockmusiker heißen, sondern Meer, so das Urteil der Musikwelt.

Aber auch solche Namen wie: J. Pachelbel, D. Eberlin, P. Hebenstreit, G. Ph. Telemann sind mit Eisenach verbunden. Es war die Zeit, als Eisenach Residenzstadt eines kleinen Herzogtums, Sachsen-Eisenach, war. Später wurde es 2. Residenzstadt im Herzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach und die Weimarer Herzöge verlebten in Wilhelmstal die schönsten Monate des Jahres. J. W. Goethe hielt sich mehrmals in der Stadt auf.

Anfang des 20. Jahrhunderts hatte die Stadt große Ziele: man wollte „Bad Eisenach“ werden. Viel wurde gebaut und investiert. Eines der größten geschlossenen Villenviertel Europas entstand – wunderschön eingebettet in die Landschaft – oft mit Blickbezug zur Wartburg, die im 19. Jahrhundert als deutsches Nationaldenkmal wieder aufgebaut wurde.

Eine dieser Villen ließ der niederdeutsche Schriftsteller Fritz Reuter erbauen. Gemeinsam mit seiner lieben Frau Luise verbrachte er hier die 11 schönsten Jahre seines Lebens. Heute kann man im Reuter-Wagner-Museum seine original eingerichteten Wohnräume sehen und die nach Bayreuth zweitgrößte Richard-Wagner-Liebhabersammlung. Richard Wagner hielt sich mehrmals in Eisenach auf und wurde hier zu seiner bekannten Oper „Tannhäuser“ inspiriert.

aweEisenach wurde eine beliebte Kongress- und Tagungsstadt. 1869 wurde hier die Sozialdemokratische Arbeiterpartei SDAP gegründet. Sie ist aber auch eine Arbeiterstadt. Seit 1898 werden hier z. b. Automobile gebaut. Heute gibt es am Stadtrand ein modernes Opel-Werk. Alte Autos gibt es im Museum awe zu bestaunen.

im Hainich

Die herrliche Umgebung der Stadt lädt zum Verweilen und Wandern ein. Einer der bekanntesten Wanderwege Deutschlands, der Rennsteig, beginnt bzw endet in Eisenach. Nur einen Wildkatzensprung entfernt befindet sich das UNESCO-Weltnaturerbe, der Hainich, mit seinem Baumkronenpfad.

Neugierig geworden? Dann kommen Sie doch einfach her und schauen Sie selbst …