Musikalisches Eisenach

Eisenach glänzte schon immer durch die Musik! (thematische Führung)

Die Musiktraditionen in Eisenach reichen bis ins Mittelalter und die Zeit des Minnesangs zurück. Bereits unter dem Thüringer Landgrafen Hermann I. (1190 – 1217) entwickelte sich die Wartburg zu einem kulturellen Zentrum. Bekannte Musiker und Sänger dieser Zeit wie Walter von der Vogelweide, Wolfram von Eschenbach oder Heinrich von Ofterdingen waren auf der Wartburg zu Gast.

Richard Wagner verhalf ihr mit seiner Oper „Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg“ weltweiten Ruhm. Es ist bis heute die einzige Oper, die an einem authentischen Ort spielt.

Die Wartburgstadt ist einer der wichtigsten Bach-Orte in Deutschland, denn Johann Sebastian Bach wurde hier 1685 geboren. Die Familie Bach prägte über lange Zeit das musikalische Geschehen in Eisenach. 132 Jahre lang saßen in ununterbrochener Folge Mitglieder der Familie Bach auf den Orgelbänken der Stadt.

Die Reihe der namhaften Musiker und Komponisten, die in Eisenach lebten und wirkten, lässt sich fortsetzen mit Georg Phillip Telemann, 1708 bis 1712 Hofkapellmeister in Eisenach, mit dem Pianisten und Komponisten Eugen d`Albert oder in jüngerer Zeit dem Kirchenmusiker Erhard Mauersberger, der die Thüringer Kirchenmusikschule in Eisenach leitete.

Eine weitere Facette der Musik – der Jazz – fand im 20. Jahrhundert auch in Eisenach eine Heimstatt. Der Jazz-Musiker und Konzertveranstalter Horst Lippmann, der mit Fritz Rau die Jazz- und später die großen Blues- und Rockstars nach Deutschland brachte, wurde 1927 in Eisenach geboren. Das Internationale Jazz Archiv in Eisenach ist heute für alle Liebhaber dieser Musik eine anerkannte Adresse.