WGFT 2022 - Verein Eisenacher Gästeführer eV

Direkt zum Seiteninhalt
Weltgästeführertag 2022

Mit Leib und Seele
Weltgästeführertag - Tag der offenen Führungen
 
Die Mitglieder des Vereins Eisenacher Gästeführer e.V. laden recht herzlich zu Sonderführungen im Februar 2022 aus Anlass des Weltgästeführertags ein. Das gemeinsame Motto des bundesweiten Aktionstags lautet: „Mit Leib und Seele“.

Viele Eisenacher waren und sind mit Leib und Seele bei der Arbeit. Eine möchen wir hier genauer vorstellen:

Elisabeth von Thüringen - Landgräfin und Heilige
  
Sie ist Schutzpatronin von Thüringen und Hessen. Weltweit tragen unzählige Kirchen, Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime sowie Ordensgemeinschaften ihren Namen. Elisabeth hat Karriere gemacht: von ganz oben nach ganz unten. Und das freiwillig!
  
Bereits mit 4 Jahren wurde die ungarische Königstochter nach Eisenach auf die Wartburg gebracht, um auf das Leben als Landgräfin vorbereitet zu werden. 1221 heiratete sie 14-jährig in der Georgenkirche zu Eisenach Landgraf Ludwig IV. Auch wenn es eine Verbindung aus machtpolitischem Interesse der Eltern war, so waren sich beide in inniger Liebe zugetan, was sie auch offen zeigten. Ungewöhnlich für die damalige Zeit! Genauso ungewöhnlich war, dass eine Landgräfin Spitäer bauen lässt, in denen sie persönlich von Lepra gekennzeichnete Menschen pflegt. In der heutigen Zeit würden wir sagen: sie arbeitete auf der Isolierstation. Elisabeth wollte nicht nur von ihrem Überfluss abgeben. Sie begann im Dienst an den Notleidenden schwere Tätigkeiten zu verrichten, die von ihresgleichen als entwürdigend angesehen wurden. Aber Elisabeth setzte sich mutig über alle Konventionen und Standesgrenzen hinweg! Bemerkenswert für eine Frau im 13. Jahrhundert!
  
Die Liebe zu den Armen ist ein Ausdruck ihres christlichen Glaubens. Schon sehr früh war sie begeistert von den Idealen der sich in Europa zu dieser Zeit ausbreitenden religiösen Armutsbewegung, besonders der Franziskaner. Diese wollten arm wie Christus leben und predigten Umkehr und Buße. Elisabeth sorgte dafür, dass sie sich 1225 auch in Eisenach niederlassen konnten.
  
Als Elisabeth mit 20 Jahren Witwe wurde, vollzog sie einen radikalen Bruch mit ihrer Gesellschaft. In ihrem Hospital in Marburg an der Lahn opferte sie sich bis zu ihrem frühen Lebensende mit 24 Jahren für die Bedürftigen auf. Vier Jahre später wurde sie heiliggesprochen.
  
Nachdem im Jahr 2021 die Sonderführung pandemie-bedingt ausfallen musste, hofften wir nun in diesem Jahr auf viele Gäste. Leider hat uns Corona immer noch fest im Griff und so ist Flexibilität gefragt, denn:
„Wir müssen die Menschen nicht nur satt, sondern auch froh machen“ – ein Leitsatz Elisabeths, der zu jeder Zeit so aktuell wie damals ist.
 
 
 
Das Fresko auf der Wartburg von Moritz von Schwindt zeigt die Legende vom Rosenwunder der Heiligen Elisabeth.
Lichtshow von Philipp Geist an der Predigerkirche im August 2021 anl. des 800-jährigen Hochzeitsjubiläums von Elisabeth und Ludwig
Ina Conrad (links) als Guda und Helga Stange (rechts) als Isentrud von Hörselgau im ehemaligen Kreuzgang des Dominikanerklosters. Die Kirche des Klosters zählt zu den ersten Elisabeth-Kirchen im deutschsprachigen Raum.
Helga Stange (links) als Isentrud von Hörselgau und Cornelia Hartleb (rechts) als Irmengard vor dem Elisabeth-Denkmal an der katholischen Elisabeth-Kirche Eisenach
Die Künstlerin und Gästeführerin Lydia Schindler setzt sich auf eindrucksvolle Weise mit dem Lebens-und Wirkungsort Elisabeths – der Wartburg – auseinander. In ihrer Sonderausstellung in der Predigerkirche ist eine Auswahl von Gemälden und Skizzen zu sehen, in denen helle und dunkle Momente des Lebens und der Liebe künstlerisch interpretiert werden. Es gibt auch einen virtuellen Rundgang! Hier dazu der Link
Zurück zum Seiteninhalt